Das Vorgespräch als Teil der Körperarbeit
Ein Vorgespräch wird häufig als organisatorischer Rahmen gesehen.
Oder als Austausch über Themen, Wünsche oder Erwartungen.
In der Lomi Therapie ist es mehr als das.
Denn Worte wirken nicht nur auf der gedanklichen Ebene.
Sie werden gehört, gespürt und aufgenommen – vom ganzen Körper.
Wenn ein Gespräch ruhig geführt wird, mit Pausen und echtem Zuhören, verändert sich etwas.
Der Atem wird tiefer.
Der Körper beginnt, sich zu orientieren.
Aufmerksamkeit sammelt sich.
Das Gespräch wird so zu einem Übergangsraum –
vom Alltag ins Spüren.
Stefan Surber – Gründer von KahiLomi
Aloha 🌺dieser Artikel steht für sich.
Gleichzeitig ist er Teil einer Reihe von Texten, in denen ich beschreibe,
wie ich Ganzheitliche Lomi-Therapie verstehe
– als Verbindung von Massage, Körperarbeit, Präsenz und Prozessbegleitung.
Vom Reden ins Spüren
In dieser Phase geht es nicht darum, etwas zu analysieren oder zu lösen.
Auch nicht darum, die „richtigen“ Fragen zu stellen.
Oft genügt eine einfache Einladung:
- den Atem wahrzunehmen
- kurz nach innen zu spüren
- den Körper so zu registrieren, wie er gerade da ist
Diese kleinen Momente verändern die Qualität des Kontakts.
Die Aufmerksamkeit wandert weg vom Erzählen hin zum Erleben.
Das ist kein Technikschritt.
Es ist eine Haltungsfrage.
Präsenz statt Intervention
In der Prozessbegleitung mit Lomi zeigt sich immer wieder:
Je weniger wir eingreifen wollen, desto mehr kann sich zeigen.
Präsenz bedeutet hier nicht, ständig aktiv zu sein.
Sondern da zu bleiben.
Wach.
Offen.
Ohne etwas vorzugeben.
Diese Haltung schafft Sicherheit.
Und Sicherheit ist die Grundlage dafür, dass Trance sich vertiefen kann – verstanden als ein natürlicher Zustand wacher, nach innen gerichteter Aufmerksamkeit.
Nicht, weil etwas „gemacht“ wird.
Sondern weil der Körper merkt:
Ich werde gesehen. Ich werde gehalten. Ich darf in meinem Tempo sein.
Wer diesen Aspekt vertiefen möchte, findet dazu einen eigenen Artikel: Lomi Lomi Massage ist Trancearbeit.
Warum dieser Übergang so entscheidend ist
Wenn Trance bereits vor der Massage beginnen darf, verändert sich die gesamte Erfahrung.
Der Körper ist vorbereiteter.
Die Wahrnehmung wird feiner.
Die Berührung wird klarer empfunden.
Auch für das Nervensystem entsteht ein Zustand von Orientierung und Regulation.
Das macht es leichter, Empfindungen zuzulassen – ohne überwältigt zu werden.
Die Massage wird dadurch nicht intensiver im Sinne von „mehr“.
Sondern stimmiger.
Verbunden.
In sich ruhiger.
Lomi Therapie als Zusammenspiel
In der Lomi Therapie sind Gespräch, Spüren und Berührung keine getrennten Schritte.
Sie gehen ineinander über.
- Das Gespräch öffnet den Raum
- das Spüren vertieft die Wahrnehmung
- die Berührung begleitet den Prozess
Dieses Zusammenspiel macht den Unterschied zwischen einer Anwendung
und einer prozessbegleitenden, ganzheitlichen Körperarbeit.
Es braucht dafür keine komplizierten Methoden.
Aber eine klare innere Ausrichtung.
Ein Raum, der trägt
Wenn Trance schon vor der ersten Berührung beginnen darf,
wird die Massage zu einem Raum, der trägt.
Nicht, weil etwas erreicht werden muss.
Sondern weil alles da sein darf, was sich zeigt.
Und genau dort entfaltet die Lomi ihre besondere Tiefe.
Wenn dich diese Art von Lomi anspricht und du tiefer eintauchen möchtest, findest du hier weitere Möglichkeiten.
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